STÄRKUNG DES BEWUSSTSEINS UND DER AKZEPTANZ DES DOPPELTEN WANDELS IM TOURISMUS
GELERNTE LEKTIONEN
KMU können zwar verschiedene Maßnahmen ergreifen, um das Bewusstsein für die veränderte Tourismusnachfrage und die Chancen des dualen Wandels zu schärfen, doch liegt die Verantwortung hierfür eher bei anderen Institutionen und Einrichtungen. Daher gibt es in diesem Zusammenhang kaum oder gar keine Best Practices direkt von KMU. Tourismusverbände, Branchenverbände und Regierungsstellen auf verschiedenen Ebenen organisieren häufig Bildungsinitiativen. Diese größeren Einrichtungen verfügen über die Ressourcen und die Reichweite, um umfassende Kampagnen durchzuführen, die das Bewusstsein deutlich stärken. Das EU-Interreg-Projekt Italien-Schweiz: „Alpine Pearls – Nachhaltige Mobilität in alpinen Tourismusdestinationen“ zielte darauf ab, nachhaltige Mobilitätslösungen in alpinen Tourismusdestinationen in Italien und der Schweiz zu fördern. Der Fokus des Projekts liegt auf der Reduzierung der Umweltauswirkungen des Verkehrs in diesen Gebieten und der Verbesserung der allgemeinen Nachhaltigkeit des Tourismus. Durch die Umsetzung von Maßnahmen wie Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Bike-Sharing-Programmen und Verbesserungen des öffentlichen Nahverkehrs konnte das Projekt die CO2-Emissionen erfolgreich reduzieren und das Besuchererlebnis verbessern.
Die Projektergebnisse zeigten, dass wirtschaftliche Anreize entscheidend sind, um KMU bei der Einführung nachhaltiger Praktiken und Investitionen in digitale Technologien zu unterstützen. Das Projekt unterstrich die Bedeutung umfassender Schulungsprogramme und spezialisierter Beratungsleistungen, um KMU das notwendige Wissen und die notwendigen Fähigkeiten für den digitalen Wandel zu vermitteln. Darüber hinaus betonte das Projekt den Bedarf an zugänglichen und maßgeschneiderten digitalen Tools, die auf spezifische Geschäftsaktivitäten zugeschnitten sind, um die Effizienz zu steigern und die Kundenbindung zu verbessern.
Zu den Erkenntnissen des Projekts gehört die Bedeutung inklusiver Schulungsmöglichkeiten, die sicherstellen, dass alle Mitarbeiter über grundlegende digitale Kompetenzen und ein Verständnis für nachhaltige Tourismuspraktiken verfügen. Die Zusammenarbeit mit Tourismusverbänden, Branchenverbänden und Bildungseinrichtungen erwies sich ebenfalls als Schlüsselfaktor für die verstärkte Sensibilisierung und die Bereitstellung von Ressourcen und Unterstützung für KMU.
Sekundärforschung liefert wichtige Erkenntnisse zur Sensibilisierung für die veränderte Tourismusnachfrage und die Chancen, die der doppelte Wandel bietet. Erstens wächst das Bewusstsein der Touristen für Nachhaltigkeit und digitalen Komfort, was die Nachfragemuster verändert. Touristen suchen zunehmend nach umweltfreundlichen Unterkünften und digitalen Erlebnissen. KMU müssen sich dieses Wandels bewusst sein, um ihre Angebote an diese veränderten Präferenzen anzupassen.
Zweitens ist es entscheidend, die Vorteile der doppelten Transformation zu fördern. Erfolgsgeschichten, in denen digitale und nachhaltige Praktiken zu mehr Buchungen, höherer Kundenzufriedenheit und höherer Betriebseffizienz geführt haben, können andere KMU motivieren, ähnliche Strategien zu übernehmen. Drittens sind effektive Kommunikationsstrategien unerlässlich, um das Bewusstsein zu schärfen. Die Nutzung digitaler Plattformen, sozialer Medien, Webinare und Branchenkonferenzen zur Verbreitung von Informationen über die doppelte Transformation kann ein breites Publikum erreichen. Informative Inhalte wie Blogs, Videos und Infografiken, die die Vorteile und praktischen Schritte der Einführung digitaler und nachhaltiger Praktiken erläutern, können KMU helfen, diese Veränderungen zu verstehen und anzunehmen. Schließlich kann die Zusammenarbeit mit Tourismusverbänden, Branchenverbänden und Bildungseinrichtungen die Sensibilisierungsbemühungen verstärken. Diese Organisationen können Ressourcen, Schulungen und Unterstützung anbieten, um KMU bei der Bewältigung der doppelten Transformation zu unterstützen. Durch die Förderung eines kollaborativen Umfelds können Interessengruppen Wissen, Tools und Best Practices austauschen und so die Anpassungsfähigkeit des Tourismussektors an veränderte Anforderungen verbessern.