GRIECHISCHE STRATEGIEN FÜR NACHHALTIGEN TOURISMUS

KATEGORIE
TRANSPORTDIENSTE, VERMIETUNGSDIENSTE – FREIZEIT, LEBENSMITTEL- UND GETRÄNKESERVICE, KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT, UNTERKUNFTSDIENSTE, REISEBÜROS UND ORGANISATIONSDIENSTE, SONSTIGES

GELERNTE LEKTIONEN

Die Entwicklung oder Aktualisierung umfassender Tourismusstrategien ist für das nachhaltige Wachstum des Tourismussektors unerlässlich. Eine wichtige Praxis besteht darin, Stakeholder in einen kollaborativen Prozess einzubinden, wie die gemeinsam von der EU entwickelten Transformationspfade zeigen. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Strategien inklusiv sind und die Bedürfnisse verschiedener Stakeholder, einschließlich lokaler Gemeinschaften, Unternehmen und Regierungen, berücksichtigen. So hat beispielsweise das griechische Institut SETE ein umfassendes Toolkit für nachhaltige Tourismusentwicklung implementiert, das 26 Studien, 8 Handbücher, 6 Videos und 2 Artikel umfasst, um das Verständnis und die Umsetzung von ESG-Prinzipien (Umwelt, Soziales und Governance) im Tourismussektor zu verbessern. Ein weiteres bewährtes Verfahren ist der Fokus auf Resilienz und Anpassungsfähigkeit. Strategien werden kontinuierlich aktualisiert, um auf neue Herausforderungen wie die Auswirkungen von COVID-19 und sich entwickelnde Umweltvorschriften zu reagieren. Indem sie Stakeholder-Engagement, kontinuierliches Lernen und Anpassungsfähigkeit priorisieren, können Tourismusstrategien wesentlich zum nachhaltigen und widerstandsfähigen Wachstum des Tourismussektors beitragen.

Die größten Defizite lagen im Mangel an finanzieller und technischer Unterstützung für Initiativen zur grünen Transformation. Tourismus-KMUs betonen den Bedarf an staatlicher Unterstützung für Nachhaltigkeitsinitiativen, da deren aktueller Beitrag als unzureichend bis nicht vorhanden eingestuft wird. Häufige Hindernisse waren die überhöhten Kosten für Maßnahmen zur grünen Transformation und der Mangel an Fachwissen zur Umsetzung nachhaltiger Praktiken. Die gewonnenen Erkenntnisse unterstreichen den Bedarf an finanziellen Anreizen und technischer Schulung, um die grüne Transformation zu erleichtern.

Erfolgreiche Beispiele für Projekte und Initiativen im Tourismus haben gezeigt, dass innovative und nachhaltige Tourismusmodelle erfolgreich umgesetzt werden können und wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Initiativen liefern. Sie unterstreichen zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit, den Wert der Integration verschiedener Sektoren und das Potenzial neuer Tourismusformen. Einige Beispiele:

  • Das Projekt InMed-Tour (siehe Anhang) fördert den Gesundheitstourismus, eine innovative Form des Tourismus, die Gesundheitsreisen mit der Möglichkeit verbindet, die Umgebung zu erkunden. Das Projekt ist ein grenzüberschreitendes Projekt, das Gesundheits- und Forschungsbranche mit lokalen Unternehmen zusammenbringt und einen modernen E-Cluster für den Austausch medizinischer Informationen und bewährter Verfahren schafft.
  • Das Projekt „Nachhaltiger Tourismus“ zielt darauf ab, die Entwicklung von Strategien zu fördern und die Koordinierung von Strategien zwischen den Regionen auf interregionaler und transnationaler Ebene zur Entwicklung eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Küsten- und Meerestourismus zu verbessern. Das Projekt hat erfolgreich einen allgemeinen Rahmen für die Zusammenarbeit geschaffen, um Synergien zwischen modularen Projekten zu schaffen.
  • Das Projekt Med Pearls zielt darauf ab, den Mittelmeerraum als einzigartiges Reiseziel zu positionieren, um den mediterranen Lebensstil durch Slow Tourism zu erleben. Das Projekt hat 26 neue Slow-Tourism-Produkte hervorgebracht, die von lokalen Destination Management Companies und IKT-Unternehmen entwickelt wurden.

Gewonnene Erkenntnisse:

  • Innovation und Diversifizierung: Durch umgesetzte Projekte wird die Bedeutung innovativer Strategien im Tourismus, wie beispielsweise des Medizintourismus, deutlich. Dies diversifiziert das Tourismusangebot, spricht eine spezifische Zielgruppe an und kann so die Zahl der Touristen erhöhen. Es unterstreicht auch die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der Nutzung digitaler Plattformen für den Informations- und Wissensaustausch.
  • Einzigartiges und ganzheitliches Destination Branding: Das Projekt Med Pearls demonstriert das Potenzial, den Mittelmeerraum als einzigartiges und ganzheitliches Reiseziel für Slow Tourism zu positionieren. Es zeigt, wie die Schaffung ähnlicher, hochwertiger Erlebnisse in verschiedenen Regionen die Gesamtmarke der Region stärken kann. Es unterstreicht zudem die Rolle lokaler Destination Management Companies (DMCs) und IKT-Unternehmen bei der Entwicklung neuer Tourismusprodukte.
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