ZIRKULÄRER TOURISMUS: NACHHALTIGE PRAKTIKEN IN GRIECHENLAND
GELERNTE LEKTIONEN
Die Kreislaufwirtschaft im Tourismus konzentriert sich auf die Minimierung von Abfällen und die Förderung einer nachhaltigen Ressourcennutzung. Ein wirksamer Ansatz ist die Einführung eines umfassenden Abfallmanagementsystems, wie es das Creta Maris Resort eingeführt hat. Dieses System umfasst die Sortierung des Abfalls an der Quelle, das Wiegen zu Überwachungszwecken und die Sicherstellung ordnungsgemäßer Recyclingverfahren. Darüber hinaus hat das Resort Maßnahmen zur Verringerung der Lebensmittelabfälle ergriffen, indem es die Portionsgrößen angepasst, die Präsentation der Speisen verbessert und das Personal in Techniken zur Abfallvermeidung geschult hat. Diese Praktiken sind Teil einer umfassenderen Strategie zur Einführung von Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft, die auch eine nachhaltige Beschaffung und eine transparente Kommunikation von Nachhaltigkeitsleistungen beinhalten. Indem sie diese Grundsätze in ihre Betriebsabläufe einbeziehen, können Tourismusunternehmen ihren ökologischen Fußabdruck verringern, die Ressourceneffizienz verbessern und die Nachhaltigkeit fördern. Dieser Ansatz kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern findet auch bei umweltbewussten Reisenden Anklang und kann die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Reiseziels steigern.
Die Herausforderungen, die von den befragten Tourismus-KMUs bei der Umsetzung nachhaltiger Praktiken genannt wurden, waren in erster Linie Regelungskonflikte, die als Hindernisse für die Nachhaltigkeit angesehen wurden, für deren Erreichung ökologische, soziale und wirtschaftliche Erwägungen in die einschlägigen Vorschriften integriert werden sollten. Die gewonnenen Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer Harmonisierung der Rechtsvorschriften und der Unterstützung von KMU bei der Einführung nachhaltiger Praktiken sowie eines Rahmens für die Umsetzung der von prominenten Vertretern des Sektors geäußerten Hinweise.
Das INCIRCLE-Projekt ist eine bedeutende Initiative, die die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auf den Tourismussektor anwendet und dabei die besonderen Bedürfnisse von Inseln und dünn besiedelten Gebieten berücksichtigt. Das Projekt berücksichtigt die Verletzlichkeit der natürlichen Ressourcen in mediterranen Tourismusgebieten, wie Inseln und dünn besiedelten Gebieten, sowie die oft gegensätzlichen Interessen von Tourismusakteuren und lokalen Gemeinschaften. Aufbauend auf früheren Projekten erprobt INCIRCLE eine neue Methodik, um die Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu meistern, insbesondere im Hinblick auf eine verbesserte und integrierte nachhaltige Tourismusplanung zur Erhaltung und Aufwertung nicht erneuerbarer Ressourcen. Die maßgeschneiderten Maßnahmen des Projekts berücksichtigen Mobilität, Energieeffizienz, die Nutzung begrenzter Ressourcen wie Wasser und die Abfallproduktion und steigern gleichzeitig den Wohlstand und die Lebensqualität der Bevölkerung. Dauerhafte und leicht anpassbare Ergebnisse sollen Entscheidungsträgern im Mittelmeerraum konkrete Instrumente und Testmöglichkeiten bieten, um ihre Kapazitäten zur Bewertung und Planung von Nachhaltigkeit in Gebieten mit bereits knappen Ressourcen zu verbessern. Das Projekt zielt darauf ab, neue Finanzierungsmöglichkeiten und konkrete Replikationschancen zu erschließen und so eine kritische Masse für nachhaltiges und zirkuläres Wachstum im Mittelmeerraum zu schaffen. Die Kapitalisierungsmaßnahmen wurden auf weitere Gebiete übertragen und in die regionale, nationale und europäische Politik integriert. Dieses Projekt veranschaulicht die Chancen des zirkulären Wandels für den Tourismus und die Bedeutung der Anpassung an veränderte Tourismusnachfrage.
Gewonnene Erkenntnisse:
- Anwendung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft: Die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft sind auch im Tourismussektor anwendbar, sofern die durch den Ansatz der Kreislaufwirtschaft gesetzten Prioritäten eingehalten werden. Dazu gehören Mobilität, Energieeffizienz, die Nutzung begrenzter Ressourcen wie Wasser und die Abfallproduktion.
- Nachhaltige Tourismusplanung: Die Herausforderungen, vor denen gefährdete Tourismusgebiete wie Inseln und dünn besiedelte Gebiete stehen, unterstreichen die Notwendigkeit einer verbesserten und integrierten nachhaltigen Tourismusplanung zur Erhaltung und Aufwertung nicht erneuerbarer Ressourcen.
- Maßgeschneiderte Strategien für spezifische Bedürfnisse: Maßgeschneiderte Strategien, die auf die besonderen Bedürfnisse von Inseln und dünn besiedelten Gebieten eingehen, gelten als optimal, um den Wohlstand und die Lebensqualität der Gemeinschaft zu fördern.