Bewährte Praktiken
„SmartAstypalea“ bietet einen Weg zur schrittweisen Ersetzung des öffentlichen und privaten Fuhrparks auf der Insel durch Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig wird ein innovatives Verkehrssystem eingeführt, während die Infrastruktur für erneuerbare Energien aufgebaut wird, um den Energiemix der Insel von fossilen Brennstoffen weg zu verlagern und letztendlich die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Erreicht wird dies durch die Umsetzung eines Finanzierungsprogramms für neue Elektrofahrzeuge, die Installation eines Ladenetzes für Elektrofahrzeuge, die Einführung von On-Demand- und Mikromobilitätsdiensten und das Engagement für zukünftige Vorkehrungen für autonomes Fahren.
Die Bauarbeiten für die Modernisierung des Energienetzes der Insel Astypalea begannen im Januar 2021.
Es folgten die Planung der neuen RES-Infrastruktur, die Auswahl der Ladepunkte und die Festlegung des rechtlichen Rahmens für den „On-Demand-Shuttle-Service“ sowie die Installation der ersten 12 öffentlich zugänglichen Ladepunkte, der Start der „e-astypalea“-Plattform und die Auslieferung der ersten E-Fahrzeuge an lokale Behörden (Polizei, Küstenwache, Zivilluftfahrt, Gemeinde).
Die Umsetzung wurde auf private Flotten und die öffentliche Infrastruktur für den Shuttle-Service ausgeweitet, was bis August 2022 zu über achtzehntausend Fahrten führte.
Die Kapazität des Stromnetzes der Insel war eine der technischen Herausforderungen, die schließlich mit Modernisierungsarbeiten angegangen wurde. Die Bürgerinnen und Bürger der Insel wurden im Rahmen einer Bürgerversammlung über das Projekt informiert und mit einbezogen. Die Interkonnektivität und die Kombination aller verschiedenen Dienste, die das intelligente Mobilitätssystem der Insel ausmachen, wurden auf der Benutzerebene über die Plattform „e-astypalea“ verbunden. Eine Herausforderung für ältere Inselbewohner, die keine Smartphones besitzen, ist die Nutzung des „Astybus“-Dienstes, da sie auf ihre jüngeren Verwandten angewiesen sind, die für sie Shuttles bestellen.
Der allumfassende Ansatz für den Übergang zu einem intelligenten multimodalen Mobilitätsökosystem kann auf andere kleine Orte mit klar definierten Ressourcenströmen übertragen werden. Das Modell der Dreifach-Helix-Kooperation, das im Rahmen dieses Projekts angenommen wurde, ist gut erprobt und wird unter vielen verschiedenen Bedingungen angewendet. Das konkrete Governance-Konzept, der Forschungsansatz, die Aktionspläne und die Umsetzung weisen allgemeine Merkmale auf, die es ermöglichen, sie bei der Übertragung zu übernehmen. Da es in Griechenland eine beträchtliche Anzahl von abgelegenen Orten gibt, die von einer doppelten Umstellung ihrer lokalen Mobilität profitieren können, ist die Übertragung dieser Praxis im Inland sehr wahrscheinlich.
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